10.05.2011
Pfarrer Carsten Koch in Griedel eingeführt

 

Verpflichtung von Pfr. C. Koch durch Dekan J.-M. Schlösser

BUTZBACH-GRIEDEL: Das sommerliche Wetter konnte die Menschen aus Griedel, Rockenberg und Oppershofen nicht abhalten, ihren neuen Pfarrer zu seiner Amtseinführung am vergangenen Sonntag in der Griedeler Kirche zahlreich zu begrüßen.

Dekan Jörg-Michael Schlösser gratulierte den Kirchenvorständen zu einer schnellen und eindeutigen Entscheidung für den Bewerber, der zuletzt in Wien gearbeitet hatte:, „Einen besseren hätten Sie auch bei einer weiteren Ausschreibung nicht bekommen können“. Diesen Eindruck konnte man auch beim Empfang nach dem Gottesdienst gewinnen: Aus allen früheren Gemeinden Kochs waren Besucher gekommen. „Wir haben ihn nicht gern gehen lassen“, betonte die Wiener Kirchenvorsteherin, die eigens zu Kochs Einführung nach Deutschland gereist war. Er habe nicht nur in kurzer Zeit neben der Gemeindearbeit mehrere Bauvorhaben gestemmt sondern auch in einem überwiegend katholischen Umfeld der Evangelischen Kirche Gehör und Ansehen verschafft. Auch Kochs frühere Kollege aus Biedenkopf sagte „Wir hätten ihn gern wieder genommen“.

Nun aber dürfen sich die Griedeler und Rockenberger über einen neuen Pfarrer freuen. Rockenbergs Kirchenvorstand Hans-Joachim Litschel erzählte, dass man gleich bei der Sichtung der Bewerbung den Eindruck hatte: „Wow; das ist der Mann, den wir brauchen!“ Und eine erste Aufgabe hatte er auch schon für den neuen Geistlichen: Der Baum vor der Kirche sei kurz vor dem Weggang des vorigen Pfarrers Burkhard Lusky eingegangen. Da sei es doch eine schöne symbolische Aufgabe für Pfarrer Carsten Koch; als erste Amtshandlung die Pflanzung eines neuen Bäumchens in die Wege zu leiten.

“Die Farbe weiß war das Leitmotiv in Kochs Predigt: weiß wie die Rosen zum Muttertag, die er seiner überraschten Mutter in der Kirche überreichte, weiß wie die Laken, die als Friedenszeichen am achten Mai, dem Tag des Kriegsendes, vor 66 Jahren auch in Butzbach aus den Fenstern hingen und weiß ist auch die Farbe des auferstandenen Christus. Auch unser Leben sei zunächst wie eine weiße Leinwand, auf der nach und nach ein Lebensgemälde entstehe: bunt, aber auch mit gelegentlichen dunklen Flecken, für Zeiten von Unglück oder Schuld. Manchmal könne die Leinwand  auch grau und farblos aussehen, wenn das Leben in Langweile und Einerlei untergeht. Doch das Bild auf der Leinwand sei nicht ein für allemal festgeschrieben, denn wir malen dieses Bild nicht allein. Gott sei der eigentliche Maler unseres Lebens, und deshalb sei  Veränderung immer möglich. Wenn Menschen sich auf die Suche nach Gott machten in allen ihren Lebensbezügen, dann könnten aus Lebensgemälden echte Kunstwerke entstehen.

Zahlreiche Grußwortredner wünschten Pfarrer Koch Freude und Gelingen in seiner neuen Arbeitsstelle, darunter auch sein katholischer Kollege Eberhard Heinz aus Butzbach, Ruhestandspfarrer Ingo Garthe aus Rockenberg, Vertreter der katholischen Gemeinde Oppershofen, Pfarrkollegen aus Kochs früheren Gemeinde Dillenburg und Biedenkopf, der Rockenberger Bürgermeister Manfred Wetz  und Bernd Otto-Engel für den Griedeler Vereinsring.

Die Kirchenvorstände bedankten sich bei Pfarrerin Christiane Neuse, Pfarrer Udo Neuse und Pfarrer Uwe Wießner, die es durch eine hervorragende Zusammenarbeit leicht gemacht hätten, die Vakanzzeit zu überbrücken.

Aus dem hessischen Ried war auch Pfarrer Lusky zur Einführung seines Nachfolgers angereist: Er wünschte Carsten Koch, was er selbst in Griedel habe erleben dürfen: „Viele offene Türen und Herzen.

ra

Pfarrkollegen und Kirchenvorstand zur Einführung von Pfr. Koch in Griedel