Anlässlich der Eröffnung der 53. Spendenaktion von Brot für die Welt am 27. November in Bad Nauheim lädt die evangelische Hilfsorganisation gemeinsam mit der Wetterauer Zeitung zu einem Fotowettbewerb ein. Einsendeschluss ist der Erntedanktag am 2. Oktober, die Preisverleihung findet am Buß- und Bettag, dem 16. November in Bad Nauheim statt.
„Gottes Erde – kostbares Land“ lautet das Motto, das die Fotografen ideenreich in Szene setzen sollen. Dabei ist nicht nur der Blick für die Schönheit und Fruchtbarkeit unserer Erde gefragt, sondern es darf und soll auch kritisch der Umgang mit der Ressource Ackerland beleuchtet werden. In Deutschland haben wir uns daran gewöhnt, dass Land vor allem dann kostbar wird, wenn es nicht mehr für die Landwirtschaft genutzt wird, sondern darauf Häuser gebaut werden können. Doch für die meisten Menschen dieser Erde ist der Ackerboden immer noch direkter Nahrungslieferant, er ist ihre Existenzgrundlage und damit kostbar und lebenserhaltend. Der Fotowettbewerb möchte in Erinnerung rufen, dass Land ein wertvolles Gut ist das uns alle leben lässt. Zeigen Sie mit Ihren Bildern, was das Land für uns wertvoll macht - oder zeigen Sie, was diese kostbare Ressource und seine gerechte Verteilung gefährdet!
Stichwort „Landgrabbing“
Mit der 53. Spendenkampagne lenkt Brot für die Welt das Augenmerk besonders auf das immer weiter um sich greifende „Landgrabbing“. So nennen Fachleute die Art, wie große Gesellschaften in jüngster Zeit vermehrt Ackerboden in den armen Ländern dieser Erde kaufen oder pachten, mit teilweise moralisch fragwürdigen Methoden. Denn seit den Börsencrashs haben auch Investmentfirmen den Wert von Land als Anlageobjekt erkannt: Etwa 45 Millionen Hektar Boden und damit die doppelte Menge des in der BRD verfügbaren Ackerlandes haben in Jahren den Besitzer gewechselt. Allein in Afrika wurden 30 Millionen Hektar an große Gesellschaften verkauft oder verpachtet. Die ansässigen Kleinbauern, oftmals Analphabeten, kennen häufig ihre Rechte nicht und wissen sich auch nicht zu wehren. Hinzu kommt, dass viele Bauern Land seit Generationen nutzen, ihnen jedoch die Landtitel fehlen. Die Landnahmen erscheinen unter diesen Prämissen zwar rechtlich legal, moralisch sind sie es jedoch keinesfalls. Brot für die Welt befürchtet, dass die Anzahl an Landlosen durch das Landgrabbing wachsen wird und dass die Zahl der Hungernden zunimmt. Denn 80 % der weltweit vom Hunger betroffenen sind Kleinbauern und Landlose. Darum setzt sich die Hilfsorganisation für diese Menschen ein , um ihnen zu ihrem Recht zu verhelfen.
Eröffnung der 53. Spendenkampagne am 27. November in Bad Nauheim
In über 100 Ländern dieser Erde unterstützt Brot für die Welt Selbsthilfe-Projekte in den Bereichen Ernährungssicherung, Gesundheit und Hygiene, Bildung und Ausbildung, Menschenrechte und Frieden sowie Kinder- und Jugendhilfe.
Die Eröffnungsfeier am 27. November in der Bad Nauheimer Dankeskirche ist die zentrale Veranstaltung für den Bereich der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Die Predigt im Gottesdienst wird die Bundestagsabgeordnete und ehemalige Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul halten.
Hier finden Sie die Teilnahmebedingungen für den Fotowettbewerb!